Installation
Nach diesen allgemeinen Worten zu Kajona geht es nun an das Interessante: Das Installieren eines Kajona Systems.Das funktioniert recht einfach: Runterladen, hin-und-her-kopieren, Installieren, fertig. ;)
Doch Eins nach dem Anderen...
Download
Sollte dieser Schritt noch nicht passiert sein, so ist nun der richtig Zeitpunkt dafür, das System erst einmal herunterzuladen.
Die aktuellste Version des Systems befindet sich immer auf http://www.kajona.de.
Dort gibt es einen Download-Bereich, in dem alle offiziellen Module zum Download angeboten werden.
Da Kajona ein schlankes CMS sein soll, können die Module neben einem All-in-one-Paket auch je nach Bedarf einzeln heruntergeladen und dann später installiert werden. Keine Angst: Bemerkt man später, dass man die Bildergalerie ja doch gebraucht hätte, so lässt sich diese auch später noch problemlos in das System installieren.
Einzig die Versionen könnten (!) hier zum Problem werden – am besten kurz im Forum nachfragen, ob ein Update des Systems notwendig wird (und selbst das ist in den meisten Fällen kein Problem), oder nicht.
Sind also alle Module heruntergeladen und entpackt, müssen diese in einen gemeinsamen Ordner kopiert werden. Dabei kann der Dateimanager des Systems unter Umständen nachfragen, ob vorhandenen Dateien ersetzt werden sollen. Diese Frage einfach bejahen – es werden nur Ordner, aber keine Dateien ersetzt. Hat man alle Module in einen Ordner kopiert, könnte die Dateistruktur so aussehen:

Nun geht es an das eigentliche Installieren des Systems.
Sollte man das System auf einem entfernten Server installieren wollen, dann können die Dateien nun per FTP, SSH oder was auch immer übertragen werden.
Danach kann der Installer des Systems über die URL
http://www.meine-domain.ab/
aufgerufen werden.
Der Installer leitet schrittweise durch die Installation, so dass man an sich fast nichts falsch machen kann.
Im ersten Schritt werden die Schreibrechte und PHP-Module überprüft, die Kajona benötigt. Sollten hier einzelne Punkte rot markiert werden, sollte hier gegebenenfalls Abhilfe geschafft werden. Sind alle Punkte grün, dann kann es mit dem nächsten Schritt weiter gehen – dem Erfassen der Datenbankeinstellungen. Hierfür gibt es nun zwei Wege zur Konfiguration.
Konfiguration
Damit das System funktionsfähig wird, muss es die Zugangsdaten zur Datenbank kennen. Diese sollte übrigens im Vorfeld bereits angelegt worden sein. Bei Webhosting-Pakten lässt sich dies oft über eine Admin-Oberfläche des Providers erledigen.
Damit das System funktionsfähig wird, muss es die Zugangsdaten zur Datenbank kennen. Diese sollte übrigens im Vorfeld bereits angelegt worden sein. Bei Webhosting-Pakten lässt sich dies oft über eine Admin-Oberfläche des Providers erledigen.
Um die Config-Datei zu bearbeiten, gibt es zwei Wege. Zum einen kann man die Datei von Hand editieren, womit man mehr Flexibilität und genauere Einstellungen erhält.
Seit Kajona 2.1 gibt es aber auch einen Wizard, der die benötigten Werte in die Config-Datei schreibt.
Wizard-Basierte Anpassung
Führt man die Installation regulär mit Hilfe des Installers durch, so erscheint nun ein Formular zum Erfassen der Datenbankeinstellungen.
Wie der Installer schon besagt, muss der Webserver auf die config.php-Datei Schreibrechte besitzen, um die eingegebenen Werte in die Datei schreiben zu können. Diese Datei befindet sich im Ordner /system. Nach der erfolgreichen Installation sollten die Rechte wieder zurückgesetzt werden.
Die Rechte einer Datei können mit jedem gängigen FTP-Programm gesetzt werden (Hinweis: chmod 0777).
Stimmen die Rechte, können die Werte gesetzt werden. Die meisten sind selbsterklärend, ein Hinweis zum Präfix: Dieses wird jeder Tabelle vorne angestellt, so ist es möglich in einer Datenbank ohne Konflikte verschiedenen System zu installieren.
Vielleicht noch eine kleine Bemerkung zum DB-Driver, also dem Datenbank-Treiber. Momentan kann man hier zwischen mysql und mysqli auswählen. Der Unterschied zwischen beiden ist nicht all zu leicht erklären. Historisch gesehen ist mysql der ältere, und mysqli der neuere Treiber, um das System mit einer MySQL-Datenbank zu verwenden. Die Kajona-Treiber verwenden hierfür die Schnittstellen, die der Webserver und somit PHP zur Verfügung stellen, in PHP wird dieses Modul ebenfalls mysqli genannt. Welcher Treiber zu verwenden ist, hängt also von der Konfiguration des Webservers ab. Ob der Webserver mysqli unterstützt, erfährt man entweder beim Betreiber des Webservers, oder über die phpinfo()-Funktion.
Wurden die Werte erfolgreich in die Datei geschrieben, zeigt der Installer automatisch die einzelnen Module an, die Installiert werden können. Bringt ein Modul Seitenelemente mit, so können diese ebenfalls bequem über den Installer installiert werden.
Sind alle Module installiert, kann es losgehen: Ab in die Administration!
Hinweis: Sollte es notwendig sein, leere Werte zu vergeben, beispielsweise für das Datenbankpasswort, so muss dies von Hand in die Konfigurationsdatei eingetragen werden. Von leeren Werten wird aber aus Sicherheitsgründen unbedingt abgeraten!
Old-Style Anpassung ohne Wizard
Für alle Freunde der Config-Dateien, kann Kajona selbstverständlich auch ohne Wizard angepasst werden.
Hierfür muss die Datei config.php im Ordner /system geöffnet und bearbeitet werden.
In der Config-Datei können in verschiedenen Abschnitten beliebige viele Server hinterlegt werden. Dies hat den Vorteil, das man das System lokal und auf dem Webserver installieren kann, ohne bei einem Upload oder Download des Systems die Einstellungen erneut anpassen zu müssen.
Wichtig ist lediglich, dass der spätere Live-Server den default-Abschnitt bekommt, um unerwünschte Effekte zu vermeiden. Außerdem müssen die vorhandenen Platzhalter im Defaultabschnitt gegebenenfalls durch Leer-Strings ersetzt werden, anderenfalls beschwert sich der Installer (und zwar zurecht :) ) über fehlende Werte in der Konfiguration.
Am Ende der Datei können zusätzlich weitere Debug-Optionen ein oder ausgeschaltet werden, die im Falle von Fehlern bei der Suche nach der Ursache helfen können.
Sind die Werte für die Datenbank eingetragen, so kann auch hier mit der eigentlichen Installation des Systems fortgefahren werden: Installer aufrufen (URL siehe oben), durchklicken und dann ab in die Administration.
Im nächsten Schritt wird der Zugang zur Administration eingerichtet. Hierfür kann man einen Benutzernamen und ein Passwort wählen. Diese Daten werden dann im Verlauf der Installation während der Konfiguration des Systems verwendet.
Wurden die Login-Daten erfasst, erfolgt die Installation der einzelnen Module. Dieser Schritt sollte selbsterklärend sein, ebenso wie der darauf folgende Schritt zur Installation von Seitenelementen.
Wurde das Modul „Samplecontent“ heruntergeladen, so steht es im nächsten Schritt zur Installation bereit – anderenfalls folgt eine kleine Seite zum Abschluss des Installers.
Das System ist nun erfolgreich installiert – viel Spaß!
Hinweis: Es wird dringend empfohlen, auf dem Live-Server den installer-Ordner nach der Installation zu löschen!
Schreibrechte
Auch in Kajona benötigen ein paar Dateien / Ordner Schreibrechte.
Diese können bei entfernten Servern mit jedem gängigen FTP-Programm gesetzt werden.
Folgende Verzeichnisse benötigen Schreibrechte des Webservers:
-
Der Bilder-Cache Pfad: /portal/pics/cache
- Hinweis: Dieser Pfad kann in der Config-Datei verändert werden.
- Der Ordner /system/debug: In diesem wird das System-Logfile und gegebenenfalls das Logfile der Datenbankabfrage abgelegt.
- Für die Sicherungen der Datenbank und den Statistiken aus der Administration heraus benötigt der Ordner /system/dbdumps Schreibrechte.
- Alle Pfade, die mit dem Filemanager (für Uploads) erreicht werden sollen.
Updates
Da Kajona ja ständig weiterentwickelt wird, kommt irgendwann der Moment, an dem man das System updaten möchte / sollte. Generell ist es zu empfehlen, das eigene System auf eine neue Version zu aktualisieren, wenn diese offiziell freigegeben wurde.Mit einem Update werden nicht nur neue Funktionen eingespielt, sondern in der Regel auch bekannte Fehler behoben.
Ein Update des Systems erfolgt in zwei Schritten: Zu erst werden alle Dateien auf den aktuellen Stand gebracht, danach wird das System über die Datenbank aktualisiert.
Zu Beginn sollte man jedoch, wie bei jedem Software-Update, eine Sicherung des aktuellen Systems vornehmen. Dazu gehören nicht nur die Dateien, sondern auch die Datenbank. So kann man im Fall der Fälle alles wieder rückgängig machen.
Das Erneuern der Dateien erfolgt denkbar einfach: Man lädt die aktuellste Version von Kajona herunter (also alle Module, die im System installiert sind), und kopiert diese in das „alte“ System.
Wichtig ist hierbei, NICHT den Ordner „Templates“ mitzukopieren! Sonst werden die in mühevoller Handarbeit erstellten Templates bei gleichem Dateinamen von den default-Templates ersetzt, und das möchte natürlich niemand. Das Gleiche gilt für die Datei „global_includes.php“ sowie für die „config.php“-Datei.
Sollten im Verlauf der Erstellung der Homepage weitere Dateien oder Klassen angepasst worden sein, so sollte man diese nur mit Vorsicht ersetzen.
Sind alle Dateien auf dem Server, so kann nun die Datenbank angepasst werden, um die für das neue System notwendigen Strukturen anzupassen oder zu installieren. Hierfür ruft man einfach in bekannter Art und Weise den Installer auf. Dieser bietet nun die Möglichkeit, die Module upzudaten. Ist dies erfolgt, so erscheinen auch im Installer und in der Systemverwaltung die Module unter der neuen Modul-Version.
Nach erfolgreichem Update des Systems sollte man wieder, wie bereits nach der Installation, den /install-Ordner löschen.


